Gesamtumsatz (TDEE)
Zuletzt aktualisiert: 2026-08-10
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| Gewicht (kg) | Höhe (cm) | Alter (yr) | |
|---|---|---|---|
| Child | 35 kg | 88 cm | 30 yr |
| Teen | 52 kg | 131 cm | 30 yr |
| Adult (F) | 70 kg | 175 cm | 30 yr |
| Adult (M) | 105 kg | 262 cm | 30 yr |
| Elderly | 140 kg | 350 cm | 30 yr |
Der Gesamtumsatz (TDEE – Total Daily Energy Expenditure) ist die Summe aller Kalorien, die Ihr Körper an einem Tag verbraucht. Er setzt sich aus Ihrem Grundumsatz (der Energie für lebenswichtige Funktionen im Ruhezustand) und der körperlichen Aktivität zusammen. Wer seinen Gesamtumsatz kennt, hat eine verlässliche Basis für jede Ernährungsplanung – egal, ob Sie abnehmen, Muskeln aufbauen oder Ihr Gewicht einfach stabil halten möchten.
Was der Gesamtumsatz-Rechner leistet und wann Sie ihn nutzen sollten
Der Rechner ermittelt, wie viele Kalorien Ihr Körper unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Daten täglich verbraucht. Sie geben Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht und Ihr typisches Aktivitätsniveau ein – der Rechner liefert Ihnen daraufhin Ihren persönlichen Gesamtumsatz. Diesen Wert nutzen Sie als Startpunkt, um Ihre tägliche Kalorienzufuhr festzulegen. Möchten Sie abnehmen, essen Sie weniger als Ihren Gesamtumsatz (ein Defizit von etwa 300 bis 500 kcal pro Tag führt zu rund 0,3 bis 0,5 kg Gewichtsverlust pro Woche). Für Muskelaufbau überschreiten Sie den Wert um 200 bis 400 kcal. Zur Gewichtserhaltung orientieren Sie sich genau an Ihrem Gesamtumsatz. Besonders nützlich ist der Rechner vor Diätbeginn, nach einer Umstellung des Trainingsplans oder wenn Sie nach längerer Pause wieder ins Fitnesstraining einsteigen.
Die Formel Schritt für Schritt erklärt
Der Gesamtumsatz berechnet sich nach einer einfachen Faustformel:
Gesamtumsatz = Grundumsatz × Aktivitätsfaktor
Zunächst ermitteln Sie Ihren Grundumsatz. Dafür verwenden wir die Mifflin-St.-Jeor-Formel, die als eine der zuverlässigsten Schätzmethoden gilt:
- Für Männer: Grundumsatz = (10 × Gewicht in kg) + (6,25 × Größe in cm) − (5 × Alter in Jahren) + 5
- Für Frauen: Grundumsatz = (10 × Gewicht in kg) + (6,25 × Größe in cm) − (5 × Alter in Jahren) − 161
Das Ergebnis ist die Kalorienmenge, die Ihr Körper selbst im völligen Ruhezustand benötigt – zum Beispiel für Atmung, Herzschlag und Gehirnfunktion. Diesen Wert multiplizieren Sie nun mit einem Aktivitätsfaktor, der Ihren Alltag und Ihr Training abbildet:
- 1,2 – Bewegungsarm: Sie sitzen bei der Arbeit, gehen kaum zu Fuß und treiben keinen Sport.
- 1,375 – Leicht aktiv: 1 bis 3 Mal pro Woche leichte Bewegung (Spaziergänge, sanftes Yoga oder gemütliches Radfahren).
- 1,55 – Mäßig aktiv: 3 bis 5 Mal pro Woche moderater Sport (Joggen, Schwimmen, Krafttraining).
- 1,725 – Sehr aktiv: 6 bis 7 Mal pro Woche intensives Training (CrossFit, Ausdauersport, schweres Krafttraining).
- 1,9 – Extrem aktiv: Täglich sehr intensives Training plus körperlich anstrengender Beruf (z. B. Bauarbeiter, Profi-Sportler).
Ein Beispiel: Eine Frau mit einem Grundumsatz von 1.350 kcal, die viermal pro Woche moderat joggt, hat einen Gesamtumsatz von 1.350 × 1,55 = rund 2.093 kcal pro Tag.
Zwei Praxisbeispiele mit konkreten Zahlen
Beispiel 1: Verwaltungsangestellter mit Bürojob
Herr Müller, 45 Jahre alt, wiegt 92 kg bei einer Körpergröße von 182 cm. Er arbeitet im Büro, hat keinen sportlichen Ausgleich und bewegt sich kaum in der Freizeit. Berechnung seines Grundumsatzes:
(10 × 92) + (6,25 × 182) − (5 × 45) + 5 = 920 + 1.137,5 − 225 + 5 = 1.837,5 kcal
Sein Aktivitätsfaktor ist 1,2 (bewegungsarm). Gesamtumsatz: 1.837,5 × 1,2 = 2.205 kcal pro Tag.
Herr Müller möchte langsam abnehmen. Bei einem täglichen Defizit von 400 kcal sollte er etwa 1.800 kcal pro Tag zu sich nehmen. Damit verliert er rund 0,4 kg pro Woche. Will er sein Gewicht halten, isst er 2.200 kcal. Für Muskelaufbau müsste er auf 2.450 bis 2.600 kcal kommen – dann aber unbedingt Krafttraining einplanen, sonst setzt er eher Fett an.
Beispiel 2: Studentin mit ambitioniertem Lauftraining
Frau Schmidt, 22 Jahre alt, wiegt 63 kg und ist 1,70 m groß. Sie trainiert sechsmal pro Woche: viermal Joggen (10 bis 15 km pro Einheit) und zweimal leichtes Krafttraining. Berechnung des Grundumsatzes:
(10 × 63) + (6,25 × 170) − (5 × 22) − 161 = 630 + 1.062,5 − 110 − 161 = 1.421,5 kcal
Ihr Aktivitätsfaktor beträgt 1,725 (sehr aktiv). Gesamtumsatz: 1.421,5 × 1,725 = 2.452 kcal pro Tag.
Obwohl Frau Schmidt einen etwas niedrigeren Grundumsatz als Herr Müller hat, liegt ihr Gesamtumsatz wegen des hohen Trainingspensums rund 250 kcal höher. Um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten, sollte sie mindestens 2.450 kcal täglich essen. Für einen Wettkampfvorbereitungskurs könnte sie auf 2.700 bis 2.800 kcal erhöhen, um Regeneration und Energie zu sichern.
Häufige Fehler bei der Anwendung des Gesamtumsatzes
- Aktivitätsniveau überschätzen: Die meisten Menschen wählen „mäßig aktiv“, obwohl sie nur „leicht aktiv“ sind. Ein zu hoher Faktor führt zu einer Überschätzung des Kalorienbedarfs – und damit ausbleibendem Gewichtsverlust oder sogar Gewichtszunahme. Seien Sie ehrlich: Drei Spaziergänge pro Woche sind noch nicht „mäßig aktiv“.
- Den Gesamtumsatz als starre Zahl betrachten: Der Rechner liefert nur einen Schätzwert. Ihr tatsächlicher Bedarf hängt von vielen Faktoren ab – unter anderem von Ihrer Muskulatur, Ihrem Schlaf und Ihrem Stresslevel. Beobachten Sie Ihr Gewicht über zwei bis drei Wochen und passen Sie die Kalorienzufuhr an, wenn sich nichts verändert.
- Veränderungen durch Diät ignorieren: Sobald Sie weniger essen, reduziert Ihr Körper oft unbewusst die spontane Bewegung (NEAT – Nicht-Trainingsaktivität). Sie zappeln weniger, gehen kürzere Strecken und bewegen sich insgesamt langsamer. Dadurch sinkt der tatsächliche Gesamtumsatz – Sie müssen Ihre Kalorienzufuhr nach unten korrigieren, um weiter abzunehmen.
- Gewichtsveränderung nicht berücksichtigen: Nehmen Sie 5 kg ab, verringert sich auch Ihr Grundumsatz. Rechnen Sie deshalb alle fünf bis zehn Kilogramm Gewichtsverlust den Gesamtumsatz neu. Wer das nicht tut, isst plötzlich zu viel – und das Abnehmen stagniert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie genau ist der berechnete Gesamtumsatz?
Die Mifflin-St.-Jeor-Formel hat eine typische Abweichung von plus/minus 10 bis 20 Prozent. Das bedeutet: Bei einem berechneten Wert von 2.400 kcal kann Ihr tatsächlicher Bedarf zwischen etwa 2.000 und 2.800 kcal liegen. Die Formel dient als Orientierung, nicht als exakte Messung. Nutzen Sie die Zahl als Startwert und justieren Sie nach – am besten mit einer Nahrungsprotokoll-App und täglichem Wiegen über zwei Wochen.
Muss ich Kalorien, die ich durch Sport verbrenne, zusätzlich essen?
Nein, wenn Sie den korrekten Aktivitätsfaktor gewählt haben, ist Ihr Training bereits im Gesamtumsatz enthalten. Würden Sie zum Beispiel nach dem Training extra 300 Kalorien essen, obwohl der Faktor 1,725 schon Ihr Sechsmal-pro-Woche-Training abdeckt, nehmen Sie effektiv mehr zu sich als nötig. Nur wenn Sie Ihr Pensum deutlich steigern (etwa von „mäßig aktiv“ auf „sehr aktiv“), sollten Sie den Aktivitätsfaktor anpassen und die Kalorienzufuhr erhöhen.
Sollte ich den Gesamtumsatz bei einer Diät regelmäßig neu berechnen?
Ja, auf jeden Fall. Mit jedem Kilo Gewichtsverlust sinkt Ihr Grundumsatz – bei einem Verlust von 10 kg um etwa 100 bis 150 kcal. Wenn Sie dieselbe Kalorienmenge essen wie zu Beginn der Diät, stagniert der Gewichtsverlust. Rechnen Sie daher alle fünf bis zehn Kilogramm oder nach spätestens vier Wochen mit Ihrem aktuellen Gewicht neu. Gleiches gilt, wenn Sie Ihr Trainingsvolumen umstellen oder länger krank waren. So stellen Sie sicher, dass Ihre Kalorienvorgabe immer zu Ihrem aktuellen Energiebedarf passt.