Dachschindel-Rechner

Zuletzt aktualisiert: 2026-08-10

Verwenden Sie den Dachschindel-Rechner für genaue Ergebnisse. Geben Sie Ihre Werte ein.
Eingaben
Ergebnis
Geben Sie die Werte ein und klicken Sie auf Berechnen
Common Sizes — Click to Fill
Länge des tejado (m) Breite des tejado (m) Pendiente des tejado Tejas durch paquete (pcs)
8 m 5 m 4 33 pcs
10 m 7 m 4 33 pcs
12 m 8 m 6 33 pcs
15 m 10 m 6 33 pcs
20 m 12 m 8 33 pcs

Der Dachschindel-Rechner hilft Ihnen dabei, die exakt benötigte Menge an Dachschindeln für Ihr Projekt zu ermitteln – egal ob Sie ein Einfamilienhaus neu eindecken oder eine Garage mit einem neuen Dach versehen. Mit diesem Tool vermeiden Sie teure Fehlkäufe, denn es berücksichtigt nicht nur die Grundfläche Ihres Daches, sondern auch dessen Neigung, den sogenannten Dachneigungsfaktor.

Was kann der Dachschindel-Rechner und wann setzen Sie ihn ein?

Der Dachschindel-Rechner ist ein spezialisiertes Werkzeug für alle, die ein geneigtes Dach mit Dachschindeln eindecken möchten. Er berechnet aus Ihren Angaben die tatsächliche Dachfläche und wandelt diese in die Anzahl der benötigten Schindelbündel um. Das ist besonders wichtig, weil die meisten Schindeln in Bündeln verkauft werden, die eine bestimmte Fläche abdecken. Zusätzlich bezieht der Rechner automatisch den Verschnitt für Firste, Kehlen und Ortgänge mit ein, der bei jedem Dach anfällt.

Sie sollten den Rechner immer dann verwenden, wenn Sie:

Der Rechner arbeitet mit metrischen Maßen (Meter) und Quadratmeter – ideal für den deutschen Markt, wo der „Dachdecker“ traditionell mit diesen Einheiten plant. Sie müssen lediglich die Länge und Breite Ihrer Dachfläche sowie die Dachneigung angeben. Das Ergebnis zeigt Ihnen nicht nur die reine Anzahl der Bündel, sondern auch die empfohlene Menge zuzüglich eines Sicherheitsaufschlags für Verschnitt.

Die Formel hinter dem Rechner – Schritt für Schritt erklärt

Der Dachschindel-Rechner arbeitet mit einer einfachen, aber wirkungsvollen Formel. Lassen Sie uns die einzelnen Variablen und Schritte durchgehen, damit Sie verstehen, wie das Ergebnis zustande kommt.

Variable 1: Die Neigung (Dachneigung)
Die Dachneigung wird meist als Verhältnis angegeben, zum Beispiel 6/12 (sechs Zentimeter Höhenunterschied auf zwölf Zentimeter waagerechter Länge) oder in Grad. In Deutschland ist die Angabe in Prozent oder als Winkel (z. B. 30°) üblich. Der Rechner arbeitet mit dem Verhältnis (wie 6/12), weil sich daraus der Neigungsfaktor berechnen lässt.

Variable 2: Der Neigungsfaktor (Dachflächenfaktor)
Der Neigungsfaktor gibt an, um wie viel die tatsächliche Dachfläche größer ist als die Grundfläche (das „measured in der Ebene“). Die Formel lautet: Neigungsfaktor = √(1 + (Neigung/12)²). Dabei wird die Neigung als Verhältnis zur 12 (also zum Beispiel 6/12) eingesetzt. Ein Dach mit 6/12 Neigung hat einen Neigungsfaktor von etwa 1,118 – das bedeutet, die Dachfläche ist knapp 12 % größer als die Grundfläche.

Variable 3: Die Grundfläche (Länge × Breite)
Messen Sie die Länge und Breite der Dachfläche in Metern. Wichtig: Diese Maße beziehen sich auf die tatsächliche Dachfläche, nicht auf das Gebäude. Messen Sie also von Traufe bis First und von Ortgang zu Ortgang, inklusive aller Überstände. Die Grundfläche berechnet sich dann einfach als L × B (in Quadratmeter).

Variable 4: Die tatsächliche Dachfläche
Multiplizieren Sie die Grundfläche mit dem Neigungsfaktor: Tatsächliche Dachfläche = Grundfläche × Neigungsfaktor. Das Ergebnis ist die Fläche, die tatsächlich mit Schindeln belegt werden muss.

Variable 5: Schindelbündel und Deckfläche pro Bündel
In Deutschland geben die Hersteller an, wie viel Quadratmeter ein Bündel abdeckt. Üblich sind 3 bis 3,5 Quadratmeter pro Bündel, abhängig von der Schindelart und der Verlegeweise. Der Rechner verwendet standardmäßig 3 m² pro Bündel, was einer gängigen Norm entspricht. Die endgültige Bündelanzahl berechnet sich dann als: Bündel = (Tatsächliche Dachfläche + 10 % Verschnitt) / Deckfläche pro Bündel. Das Ergebnis wird auf die nächste ganze Zahl aufgerundet.

Zusammenfassung der Formel in einem Satz:
Neigungsfaktor = √(1 + (Neigung/12)²); Dachfläche = L × B × Neigungsfaktor; Bündel = aufgerundet( (Dachfläche × 1,1) / 3 ).

Zwei konkrete Rechenbeispiele aus der Praxis

Beispiel 1: Ein Satteldach für ein Einfamilienhaus in Süddeutschland.
Ihr Dach ist 14 Meter lang und 10 Meter breit (pro Dachseite). Die Neigung beträgt 8/12 (entspricht etwa 33°). Der Neigungsfaktor ist √(1 + (8/12)²) = √(1 + 0,444) = √1,444 ≈ 1,202. Die Grundfläche einer Dachseite ist 14 m × 10 m = 140 m². Die tatsächliche Dachfläche pro Seite beträgt 140 × 1,202 = 168,28 m². Für beide Seiten zusammen: 168,28 × 2 = 336,56 m². Rechnen Sie 10 % Verschnitt hinzu: 336,56 × 1,1 = 370,22 m². Bei 3 m² pro Bündel benötigen Sie: 370,22 / 3 = 123,41 – also aufgerundet 124 Bündel.

Beispiel 2: Ein Garagendach mit flacher Neigung.
Ihre Garage hat ein Pultdach mit einer Länge von 6 Metern und einer Breite von 4 Metern. Die Neigung beträgt 3/12 (rund 14°). Der Neigungsfaktor ist √(1 + (3/12)²) = √(1 + 0,0625) = √1,0625 ≈ 1,031. Die Grundfläche beträgt 6 × 4 = 24 m². Die tatsächliche Dachfläche ist 24 × 1,031 = 24,74 m². Mit 10 % Verschnitt: 24,74 × 1,1 = 27,21 m². Das ergibt 27,21 / 3 = 9,07 – also 10 Bündel (aufgerundet). Dieses Beispiel zeigt, wie gering der Unterschied bei flachen Dächern ist: ohne Neigungsfaktor hätten Sie 24 / 3 = 8 Bündel geschätzt, was zu knapp bemessen wäre.

Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Die Grundfläche des Gebäudes verwenden.
Viele messen nur die Grundfläche des Hauses und vergessen, dass das Dach größer ist – nicht nur durch die Neigung, sondern auch durch Überstände. Messen Sie immer die Dachfläche selbst, also von der Traufe (untere Kante) bis zum First und von einer Giebelseite zur anderen.

Fehler 2: Die Dachneigung ignorieren.
Ein Flachdach mit 2 Grad Neigung unterscheidet sich kaum von der Grundfläche, aber ein steiles Dach mit 45° (12/12) hat eine um rund 41 % größere Fläche. Wer die Neigung nicht einbezieht, bestellt viel zu wenig Schindeln.

Fehler 3: Keinen Verschnitt einplanen.
Auch der beste Handwerker kommt nicht ohne Verschnitt aus – für Firstziegel, Kehlen, Ortgänge und Anpassungen an Dachfenstern oder Schornsteinen. Rechnen Sie stets mindestens 10 % Verschnitt ein, bei komplexen Dachformen (Walmdach, Mansarddach) sogar 15 %.

Fehler 4: Unterschiedliche Schindelformate ignorieren.
Nicht jede Schindel deckt gleich viel Fläche ab. Manche Architekturschindeln brauchen 4 Bündel pro 10 m², andere nur 3. Prüfen Sie vor der Berechnung immer die Angaben des Herstellers auf der Verpackung und passen Sie die „Deckfläche pro Bündel“ im Rechner entsprechend an.

Fehler 5: Überstände nicht messen.
In Deutschland sind Überstände an der Traufe von 20 bis 30 Zentimetern üblich. Diese Fläche geht in die Berechnung ein und fehlt, wenn Sie nur das Gebäude messen. Beispiel: Eine Dachseite von 10 m × 6 m wird durch 25 cm Überstand auf jeder Seite zu 10,5 m × 6,5 m – das sind 68,25 m² statt 60 m². Ein Unterschied von fast 14 %!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viele Schindelbündel brauche ich pro Quadratmeter?

Das hängt vom Schindeltyp ab. Gängige Bitumenschindeln decken pro Bündel etwa 3 m² ab. Das bedeutet, Sie brauchen rund 0,33 Bündel pro Quadratmeter. Bei Architekturschindeln mit höherer Deckung kann der Wert bei 0,25 Bündel pro Quadratmeter liegen (also 4 Bündel pro Quadratmeter oder 4 Bündel pro 10 m²). Prüfen Sie immer die Herstellerangaben.

Was mache ich mit der Restmenge – kann ich Schindeln zurückgeben?

Ja, in den meisten Baumärkten und Fachhandlungen können Sie ungeöffnete Bündel zurückgeben. Allerdings sollten Sie die Schindeln immer aus derselben Charge kaufen, da es zwischen Chargen zu Farbunterschieden kommen kann. Bestellen Sie deshalb lieber etwas mehr und geben Sie die ungenutzten Bündel zurück, als während der Arbeit festzustellen, dass Ihnen die Farbe ausgeht.

Gilt die Berechnung auch für Walmdächer oder Krüppelwalmdächer?

Ja, der Rechner funktioniert grundsätzlich auch für diese Dachformen. Allerdings müssen Sie die Dachfläche in einzelne Rechtecke oder Dreiecke aufteilen. Bei einem Walmdach haben Sie vier Dachflächen: zwei trapezförmige und zwei dreieckige. Für jede Fläche messen Sie Länge und Breite getrennt und berechnen die Neigung einzeln. Der Verschnitt ist bei Walmdächern mit 15 % höher anzusetzen. Für komplexe Dachformen empfiehlt es sich, einen Fachmann hinzuzuziehen, der eine exakte Aufmaßskizze erstellt.

Geschrieben und geprüft vom CalcToWork-Redaktionsteam. Letzte Aktualisierung: 2026-08-10.