MET-Aktivitätsrechner
Zuletzt aktualisiert: 2026-08-10
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| Gewicht (kg) | METs (METs) | Minuten (min) | |
|---|---|---|---|
| Child | 35 kg | 2 METs | 30 min |
| Teen | 52 kg | 4 METs | 30 min |
| Adult (F) | 70 kg | 5 METs | 30 min |
| Adult (M) | 105 kg | 8 METs | 30 min |
| Elderly | 140 kg | 10 METs | 30 min |
Der MET-Aktivitätsrechner hilft Ihnen, den Kalorienverbrauch für nahezu jede körperliche Aktivität zu ermitteln – basierend auf dem metabolischen Äquivalent (MET). Er ist das ideale Werkzeug, um verschiedene Sportarten und Alltagstätigkeiten hinsichtlich ihres Energiebedarfs zu vergleichen und Ihr Training gezielt auf Ihre Kalorienziele abzustimmen.
Was der MET-Aktivitätsrechner leistet und wann Sie ihn nutzen sollten
Der Rechner wandelt standardisierte MET-Werte in eine konkrete Kalorienzahl um. Ein MET entspricht dem Energieverbrauch im Ruhezustand – etwa beim entspannten Sitzen. Je höher der MET-Wert einer Aktivität ist, desto mehr Energie verbraucht sie pro Kilogramm Körpergewicht und pro Stunde. Sie können den Rechner für alles verwenden: vom gemütlichen Spaziergang bis zum intensiven Lauftraining, von der Hausarbeit bis zum Kraftsport. Besonders praktisch ist er für alle, die ihren täglichen Gesamtenergieverbrauch erfassen oder abnehmen möchten, indem sie Aktivitäten mit hohem Kalorienverbrauch bevorzugen.
Der Rechner eignet sich auch hervorragend, um unterschiedliche Workouts zu vergleichen: Ist eine Stunde Schwimmen oder eine Stunde Radfahren effizienter, wenn Sie in kurzer Zeit viele Kalorien verbrennen wollen? Mit den MET-Werten erhalten Sie eine verlässliche Schätzung auf wissenschaftlicher Grundlage – dem „Compendium of Physical Activities“, das weltweit von Sportmedizinern und Ernährungsberatern genutzt wird.
Die Formel des MET-Rechners – Schritt für Schritt erklärt
Die Berechnung folgt einer einfachen, aber präzisen Formel:
Kalorienverbrauch = MET-Wert × Körpergewicht (kg) × Dauer (Stunden)
Jede Variable hat eine konkrete Bedeutung:
- MET-Wert: Dies ist der standardisierte Faktor für die Aktivität. Je anstrengender die Bewegung, desto höher der Wert. Ein MET von 1,0 bedeutet Ruhezustand; flottes Gehen liegt bei etwa 4,0, Joggen bei 8,0 und intensives Seilspringen bei über 12,0.
- Körpergewicht (kg): Das Gewicht fließt linear in die Gleichung ein – eine schwerere Person verbraucht mehr Kalorien, weil sie mehr Masse bewegen muss. Geben Sie Ihr aktuelles Gewicht in Kilogramm ein.
- Dauer (Stunden): Die Zeit wird in Dezimalstunden gemessen. 30 Minuten sind 0,5 Stunden, 45 Minuten sind 0,75 Stunden. So lässt sich auch ein kurzes Workout exakt berechnen.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Eine Person mit 75 Kilogramm, die 45 Minuten lang mit mittlerer Intensität Rad fährt (MET 7,0), verbrennt: 7,0 × 75 × 0,75 = 393,75 kcal. Die Formel liefert eine zuverlässige Schätzung, die auf Tausenden von gemessenen Aktivitäten aus der Forschung basiert.
Zwei Beispiele aus dem Alltag
Beispiel 1: Morgendliche Joggingrunde im Park
Eine 68 Kilogramm schwere Frau joggt 40 Minuten lang mit einem Tempo von etwa 9 km/h. Der MET-Wert für diese Geschwindigkeit liegt bei 9,0. Die Dauer von 40 Minuten entspricht 0,667 Stunden. Die Rechnung: 9,0 × 68 × 0,667 = 408,2 kcal. Diese Runde verbrennt also rund 408 Kalorien – etwa so viel wie ein kleines Mittagessen. Würde sie die Strecke viermal pro Woche laufen, käme sie auf über 1.630 Kalorien zusätzlichen Verbrauch pro Woche, was ohne Ernährungsumstellung zu einem Gewichtsverlust von etwa 200 Gramm pro Woche führen kann.
Beispiel 2: Gartenarbeit am Wochenende
Ein 85 Kilogramm schwerer Mann mäht eine Stunde lang den Rasen mit einem handgeführten Rasenmäher. Der MET-Wert für diese Aktivität beträgt 5,5. Die Dauer ist 1,0 Stunden. Die Rechnung: 5,5 × 85 × 1,0 = 467,5 kcal. Das entspricht etwa dem Kaloriengehalt von zwei großen Scheiben Vollkornbrot mit Käse. Gartenarbeit wird oft unterschätzt – dabei ist sie eine effektive Möglichkeit, Kalorien zu verbrennen, und gleichzeitig sinnvoll für Haus und Hof. Wer regelmäßig im Garten arbeitet, kann so ohne zusätzliche Sportzeit seinen Stoffwechsel ankurbeln.
Häufige Fehler bei der Nutzung des MET-Rechners
- Den individuellen Fitnessgrad ignorieren: Die MET-Werte basieren auf Durchschnittsmessungen. Ein Untrainierter verbraucht bei derselben Aktivität oft mehr Kalorien, weil sein Körper ineffizienter arbeitet und mehr Sauerstoff benötigt. Umgekehrt verbrennt ein trainierter Sportler bei gleicher Belastung weniger, da er ökonomischer läuft oder schwimmt.
- Pausenzeiten nicht einrechnen: Besonders beim Krafttraining oder bei Intervallläufen ist die Aktivität nicht durchgehend. Wer 30 Minuten trainiert, aber 10 Minuten Pause macht, sollte die effektive Belastungszeit von 20 Minuten ansetzen. Sonst entsteht eine deutliche Überschätzung.
- MET-Wert für die falsche Intensität wählen: „Radfahren“ kann einen MET von 4,0 (langsam, entspannt) oder 10,0 (Rennrad, hohes Tempo) haben. Viele greifen zum Mittelwert, obwohl ihre tatsächliche Anstrengung davon abweicht. Nutzen Sie die detaillierten Listen aus dem Compendium oder passen Sie den Wert an Ihr Gefühl an – etwa 20 Prozent mehr für starke Anstrengung, 20 Prozent weniger für leichtes Dahinrollen.
- Kalorien aus Aktivität einfach zur Nahrungsaufnahme addieren: Viele unterschätzen, dass ihr Grundumsatz bereits einen Teil der täglichen Bewegung abdeckt. Wer den Kalorienverbrauch aus dem Training komplett zu den verzehrten Kalorien hinzurechnet, überschätzt häufig das Defizit und isst dann zu viel.
Kurz und knapp: Drei häufige Fragen zum MET-Aktivitätsrechner
Woher stammen die MET-Werte eigentlich?
Die Werte werden von der Arizona State University im „Compendium of Physical Activities“ gesammelt und regelmäßig aktualisiert. Für jede Aktivität wurde in Studien der Sauerstoffverbrauch gemessen und in MET umgerechnet. Aktuell umfasst die Datenbank über 800 verschiedene Tätigkeiten – von Angeln bis Zumba.
Ist die Formel auch für ältere Menschen oder Frauen genau?
Die Standardformel berücksichtigt nur Gewicht und Zeit. Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Muskelmasse fließen nicht ein. Ältere Menschen und Frauen haben im Schnitt einen etwas niedrigeren Grundumsatz, was zu einer leichten Überschätzung führen kann – etwa 5 bis 10 Prozent. Für den Alltagsgebrauch ist die Ungenauigkeit aber meist vernachlässigbar. Wer es genauer möchte, kann einen zusätzlichen Korrekturfaktor von 0,9 für Frauen oder 0,95 für über 60-Jährige anwenden.
Kann ich den Rechner auch für passive Aktivitäten wie Lesen oder Fernsehen nutzen?
Ja, auch das ist möglich. Lesen hat einen MET von etwa 1,3 – das liegt leicht über dem Ruhewert, weil die Gehirnarbeit etwas Energie fordert. Fernsehen erreicht rund 1,0. Solche Werte helfen zum Beispiel, den gesamten Tagesverbrauch zu berechnen, wenn Sie einen ganzen Tag im Liegestuhl verbringen. Der Effekt auf den Kalorienverbrauch ist allerdings gering – eine Stunde Lesen verbrennt bei 70 Kilogramm nur etwa 91 Kalorien.