Heart Rate Zones
Zuletzt aktualisiert: 2026-08-10
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| Alter (years) | Fc_Ruhe (bpm) | |
|---|---|---|
| Child | 15 years | 30 bpm |
| Teen | 22 years | 45 bpm |
| Adult (F) | 30 years | 60 bpm |
| Adult (M) | 45 years | 90 bpm |
| Elderly | 60 years | 120 bpm |
Mit dem Herzfrequenz-Zonen-Rechner (Heart Rate Zones) können Sie Ihre fünf individuellen Trainingsbereiche auf Basis Ihrer maximalen Herzfrequenz bestimmen. So wissen Sie genau, mit welcher Intensität Sie trainieren müssen, um Ihre sportlichen Ziele effizient zu erreichen – ob Fettverbrennung, Ausdaueraufbau oder Leistungssteigerung.
Was der Rechner leistet und wann Sie ihn nutzen sollten
Der Rechner ermittelt aus Ihrer maximalen Herzfrequenz (HFmax) die fünf klassischen Herzfrequenzzonen, die in der Trainingslehre weltweit verwendet werden. Jede Zone entspricht einem bestimmten prozentualen Bereich Ihrer HFmax und hat eine spezifische physiologische Wirkung. Wenn Sie etwa Ihre Grundlagenausdauer verbessern oder im aeroben Bereich trainieren möchten, orientieren Sie sich an Zone 2 (60-70 %). Für intensive Intervallläufe im anaeroben Bereich ist Zone 4 (80-90 %) die richtige Wahl. Der Rechner hilft Ihnen, Ihr Training zu strukturieren – egal ob Sie Läufer, Radfahrer, Schwimmer oder Fitnesssportler sind. Besonders wertvoll ist er für Einsteiger, die Überlastung vermeiden wollen, aber auch für Fortgeschrittene, die ihre Leistung durch gezielte Periodisierung steigern möchten.
Die Formel und ihre Variablen
Grundlage der Berechnung ist die klassische Formel zur Schätzung der maximalen Herzfrequenz: HFmax = 220 − Lebensalter. Diese Näherungsformel stammt aus den 1970er-Jahren und wird bis heute häufig verwendet. Die fünf Zonen ergeben sich dann als Prozentwerte dieser HFmax:
- Zone 1 (50–60 %): Sehr leichte Belastung – ideal für Aufwärmen, Cool-down und aktive Erholung.
- Zone 2 (60–70 %): Leichte bis moderate Belastung – hier verbrennt der Körper überwiegend Fett, die Grundlagenausdauer wird trainiert.
- Zone 3 (70–80 %): Mittlere Belastung – Verbesserung der aeroben Kapazität und des Herz-Kreislauf-Systems.
- Zone 4 (80–90 %): Hohe Belastung – Training an der anaeroben Schwelle, Steigerung der Leistungsfähigkeit.
- Zone 5 (90–100 %): Maximale Belastung – für Sprints und kurze, intensive Spitzenbelastungen.
Wichtig: Die Formel 220 − Alter ist nur ein grober Richtwert. Die tatsächliche maximale Herzfrequenz kann individuell um bis zu 15 Schläge pro Minute abweichen. Eine genauere Alternative ist die Tanaka-Formel: HFmax = 208 − 0,7 × Alter. Für Sportler mit hohem Trainingszustand oder bei bestimmten Vorerkrankungen empfiehlt sich ein ärztlich überwachter Belastungstest.
Beispiel 1: Eine 25-jährige Sportlerin
Aufgabe: Berechnen Sie die Herzfrequenzzonen für eine 25-jährige Frau, die mit dem Lauftraining beginnt.
- Zunächst die maximale Herzfrequenz:
- HFmax = 220 − 25 = 195 Schläge pro Minute (bpm).
- Daraus ergeben sich die Zonen:
- Zone 1: 98–117 bpm (50–60 % von 195)
- Zone 2: 117–137 bpm (60–70 %)
- Zone 3: 137–156 bpm (70–80 %)
- Zone 4: 156–176 bpm (80–90 %)
- Zone 5: 176–195 bpm (90–100 %)
Ergebnis: Die maximale Herzfrequenz beträgt 195 bpm. Die Trainingszonen liegen zwischen 98 und 195 bpm. Für Einsteigerinnen empfiehlt es sich, zunächst 80 % der Trainingszeit in Zone 1 und 2 zu verbringen.
Beispiel 2: Ein 55-jähriger Radfahrer
Aufgabe: Ein 55-jähriger Hobby-Radfahrer möchte seine Zonen für das Ausdauertraining berechnen.
- Berechnung der maximalen Herzfrequenz:
- HFmax = 220 − 55 = 165 bpm.
- Die Zonen lauten:
- Zone 1: 83–99 bpm
- Zone 2: 99–116 bpm
- Zone 3: 116–132 bpm
- Zone 4: 132–149 bpm
- Zone 5: 149–165 bpm
Ergebnis: HFmax = 165 bpm, Zonen von 83 bis 165 bpm. Der Radfahrer sollte seine lockeren Grundlagenfahrten in Zone 2 (99–116 bpm) absolvieren, um die Fettverbrennung zu optimieren und das Herz-Kreislauf-System zu schonen. Für intensivere Bergfahrten oder Intervalle kann er in Zone 4 (132–149 bpm) gehen.
Häufige Fehler bei der Nutzung von Herzfrequenzzonen
Viele Sportler machen typische Fehler, die den Nutzen der Zonenberechnung zunichtemachen können. Der häufigste Fehler ist das blinde Vertrauen auf die 220−Alter-Formel, ohne die eigene körperliche Verfassung zu berücksichtigen. Ein untrainierter 40-Jähriger hat oft eine niedrigere HFmax als ein gleichaltriger Marathonläufer. Daher sollte die Formel nur als erster Anhaltspunkt dienen.
Ein weiteres Problem: Viele trainieren immer in derselben Zone, meist in Zone 3 oder 4, weil sie glauben, nur „richtig hartes“ Training bringe etwas. Dabei vernachlässigen sie die regenerative Wirkung von Zone 1 und den wichtigen Grundlagenaufbau in Zone 2. Ohne Periodisierung – also den Wechsel zwischen intensiven und lockeren Einheiten – steigt das Risiko für Übertraining und Verletzungen.
Auch die fehlende Nutzung eines zuverlässigen Herzfrequenzmessgeräts ist ein häufiger Fehler. Die bloße Selbsteinschätzung („Ich fühle mich noch gut“) ist oft ungenau, besonders bei hoher Belastung. Ein Brustgurt oder ein optischer Sensor am Handgelenk liefert deutlich präzisere Daten als das bloße Gefühl.
Nicht zuletzt ignorieren viele Sportler die Ruheherzfrequenz als wichtigen Fitnessindikator. Ein Absinken der Ruheherzfrequenz über Wochen hinweg zeigt eine Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit an – bleibt sie dagegen konstant hoch oder steigt sie an, kann das auf Übertraining oder eine beginnende Infektion hindeuten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Zone eignet sich am besten zur Fettverbrennung?
Die optimale Zone für die Fettverbrennung ist Zone 2 (60–70 % der HFmax). In diesem Bereich bezieht der Körper den Großteil seiner Energie aus Fettsäuren. Dennoch gilt: Entscheidend für die Gewichtsabnahme ist letztlich die gesamte Kalorienbilanz – auch ein Training in höheren Zonen kann bei entsprechendem Kaloriendefizit zur Fettreduktion beitragen.
Kann ich die Zonen auch ohne Pulsuhr nutzen?
Grundsätzlich ja, indem Sie auf Ihr subjektives Belastungsempfinden achten (Borg-Skala). Zone 2 entspricht etwa einem „leichten bis moderaten“ Gefühl, bei dem Sie sich noch gut unterhalten können. Zone 4 hingegen fühlt sich „sehr anstrengend“ an, eine Unterhaltung ist kaum noch möglich. Für präzises Training ist eine Pulsuhr jedoch deutlich zuverlässiger.
Wie genau ist die 220−Alter-Formel wirklich?
Die Formel ist ein grober Richtwert mit einer Abweichung von bis zu ±10–15 Schlägen pro Minute. Sie eignet sich gut für Einsteiger und gesunde Erwachsene, nicht jedoch für Kinder, Senioren oder Leistungssportler. Für eine individuelle Bestimmung sollten Sie einen Belastungstest unter ärztlicher Aufsicht oder eine genauere Formel wie Tanaka (208 − 0,7 × Alter) verwenden. Auch die Karvonen-Formel, die die Ruheherzfrequenz einbezieht, liefert oft präzisere Ergebnisse.