Drehstrom-Rechner
Zuletzt aktualisiert: 2026-08-10
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| Intensidad (ZU) (A) | Spannung von línea (V) (V) | Faktor von Leistung (cos Ïâ€) (cos φ) | |
|---|---|---|---|
| Taller pequeño (16 A) | 16 A | 400 V | 0.85 cos φ |
| Bomba industrial (32 A) | 32 A | 400 V | 0.82 cos φ |
| Compresor trifásico (63 A) | 63 A | 400 V | 0.9 cos φ |
| Frigorífico industrial (125 A) | 125 A | 400 V | 0.88 cos φ |
| Horno trifásico (200 A) | 200 A | 400 V | 1 cos φ |
Der Drehstrom-Rechner ist ein praktisches Online-Tool, mit dem Sie die wichtigsten Kenngrößen einer Drehstromlast schnell und präzise berechnen können. Dieser Drehstrom-Rechner hilft Ihnen, aus den Eingabewerten Strom (corriente), Spannung und Leistungsfaktor (fp) die Scheinleistung (kVA), die Wirkleistung (kW) und die Blindleistung (kVAr) zu ermitteln.
Was der Drehstrom-Rechner berechnet und wann Sie ihn einsetzen
Dieser spezielle Rechner ist auf die Bedürfnisse von Elektrikern, Ingenieuren, Technikern und Auszubildenden in Deutschland zugeschnitten, die mit Drehstromsystemen arbeiten. Er wandelt die drei grundlegenden elektrischen Parameter – Strom (in Ampere), Spannung (in Volt, standardmäßig auf 400 V eingestellt) und den Leistungsfaktor (fp, standardmäßig auf 0,9) – in die drei essenziellen Leistungsarten um.
Sie sollten den Rechner immer dann verwenden, wenn Sie die Belastung eines Drehstrommotors, eines Transformators, einer Verteilungsleitung oder eines anderen dreiphasigen Verbrauchers abschätzen müssen. Typische Anwendungsszenarien sind:
- Dimensionierung von Kabelquerschnitten und Sicherungen.
- Überprüfung der Auslastung von Transformatoren und Generatoren.
- Berechnung der Energieeffizienz in Industrieanlagen und Werkstätten.
- Planung von Kompensationsanlagen zur Blindleistungsreduzierung.
- Vorbereitung von Angeboten und Abrechnungen in der Elektroinstallation.
Der Rechner ist ideal für schnelle, wiederholte Berechnungen, bei denen Genauigkeit und Zeitersparnis im Vordergrund stehen.
Die Formel erklärt: Variable für Variable
Die Berechnung basiert auf der Standardformel für die Drehstromleistung. Der Rechner verwendet dabei drei Eingabewerte und drei Ergebniswerte. Hier die detaillierte Aufschlüsselung jeder Variablen:
| Variable | Bedeutung | Einheit | Hinweis |
|---|---|---|---|
| I (corriente_a) | Strom (Effektivwert) pro Außenleiter | Ampere (A) | Dies ist der gemessene oder geplante Strom in einer Phase. |
| V (tension_v) | Netzspannung (Außenleiterspannung) | Volt (V) | In Deutschland sind 400 V (Drehstromnetz) der Standardwert. Der Rechner setzt diesen voraus, Sie können ihn aber anpassen. |
| fp (power factor) | Leistungsfaktor (cos φ) | Dimensionslos (0-1) | Typische Werte: 0,8 bis 1,0. Für ohmsche Lasten (Heizung) = 1,0, für Motoren oft 0,8-0,9. |
| kVA (Scheinleistung) | Potencia_kVA | Kilovoltampere (kVA) | Formel: kVA = √3 * V * I / 1000. Dies ist die gesamte, von der Quelle bereitgestellte Leistung. |
| kW (Wirkleistung) | Potencia_kW | Kilowatt (kW) | Formel: kW = kVA * fp. Das ist die tatsächlich in Arbeit (Drehmoment, Wärme, Licht) umgesetzte Leistung. |
| kVAr (Blindleistung) | Potencia_reactiva_kVAr | Kilovar (kVAr) | Formel: kVAr = √(kVA² - kW²). Diese Leistung wird für magnetische Felder (z.B. in Motoren) benötigt, verrichtet aber keine mechanische Arbeit. |
Die zugrundeliegende mathematische Logik im Rechner lautet: Aus den Eingabewerten wird zuerst die Scheinleistung (kVA) errechnet. Dann wird diese mit dem Leistungsfaktor multipliziert, um die Wirkleistung (kW) zu erhalten. Die Blindleistung (kVAr) wird abschließend aus den beiden vorherigen Werten mittels des Satzes des Pythagoras bestimmt.
Arbeitsbeispiele mit konkreten Zahlen aus der Praxis
Beispiel 1: Standard-Industrie-Motor
Ein Drehstrommotor in einer deutschen Produktionshalle hat eine Nennstromaufnahme von 35 Ampere. Die Spannung beträgt die üblichen 400 Volt. Der Hersteller gibt einen Leistungsfaktor von 0,86 an. Was sind die Leistungsdaten?
- Eingabe: I = 35 A, V = 400 V, fp = 0,86
- Berechnung der Scheinleistung: √3 * 400 V * 35 A / 1000 = 1,732 * 400 * 35 / 1000 = 24,25 kVA
- Berechnung der Wirkleistung: 24,25 kVA * 0,86 = 20,86 kW
- Berechnung der Blindleistung: √(24,25² - 20,86²) = √(588,06 - 435,14) = √152,92 = 12,37 kVAr
- Ergebnis des Rechners: Der Motor hat eine Scheinleistung von etwa 24,25 kVA, eine Wirkleistung von ca. 20,86 kW und benötigt rund 12,37 kVAr Blindleistung. Diese Werte sind entscheidend für die Auswahl der richtigen Sicherung (z.B. 63A) und des passenden Motorschutzschalters.
Beispiel 2: Anschluss einer Heizung
Eine reine ohmsche Last, wie ein großer Drehstrom-Durchlauferhitzer oder eine Heizlüftung, hat einen Leistungsfaktor von 1,0. Der gemessene Strom beträgt 50 Ampere. Die Spannung beträgt 400 Volt.
- Eingabe: I = 50 A, V = 400 V, fp = 1,0
- Berechnung der Scheinleistung: √3 * 400 V * 50 A / 1000 = 1,732 * 400 * 50 / 1000 = 34,64 kVA
- Berechnung der Wirkleistung: 34,64 kVA * 1,0 = 34,64 kW
- Berechnung der Blindleistung: √(34,64² - 34,64²) = 0 kVAr
- Ergebnis des Rechners: Bei einer rein ohmschen Last sind Scheinleistung und Wirkleistung identisch (34,64 kVA = 34,64 kW). Die Blindleistung ist Null. Das vereinfacht die Installation, da keine Blindleistungskompensation erforderlich ist.
Häufige Fehler bei der Verwendung des Rechners
Trotz seiner Einfachheit können bei der Eingabe oder Interpretation der Ergebnisse typische Fehler auftreten:
- Verwechslung von Spannungen: Der Rechner erwartet die Außenleiterspannung (400 V in Deutschland). Wenn Sie versehentlich die Strangspannung (230 V) eingeben, wird das Ergebnis um den Faktor √3 zu niedrig ausfallen. Bei Messungen an einer Steckdose ist das meist 230 V, am Drehstrommotor immer 400 V.
- Falscher Leistungsfaktor: Einige Nutzer setzen den Leistungsfaktor standardmäßig auf 1,0, selbst wenn Motoren oder Transformatoren angeschlossen sind. Dies führt zu einer Überschätzung der Wirkleistung (kW) und einer Unterschätzung der Blindleistung (kVAr). Prüfen Sie immer das Typenschild oder die Dokumentation des Verbrauchers.
- Einheitenfehler: Der Rechner arbeitet mit Ampere, Volt und dem dimensionslosen fp. Stellen Sie sicher, dass Sie Stromwerte nicht in Milliampere (mA) eingeben, da das Ergebnis dann unrealistisch klein wäre. Ein Strom von z.B. 0,1 A ergibt fast 70 W, was für viele Geräte zu wenig ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum ist die Standard-Vorgabe 400 V und wie kann ich sie ändern?
In Deutschland und den meisten europäischen Ländern beträgt die übliche Drehstrom-Netzspannung 400 V zwischen den Außenleitern. Der Rechner ist aus gutem Grund auf diesen Wert voreingestellt, da er für die Mehrheit aller Anwendungen korrekt ist. Falls Sie eine abweichende Spannung haben (z.B. 230 V in einem älteren Netz oder 415 V in manchen Industrieanlagen), können Sie den Wert im Feld "tension_v" einfach überschreiben.
Was passiert, wenn ich den Strom nicht eingebe?
Der Rechner ist so programmiert, dass er ohne einen eingegebenen Stromwert keine sinnvolle Berechnung durchführen kann. Wenn Sie das Feld "corriente_a" leer lassen oder eine Null eingeben, zeigt der Rechner einen Fehlerhinweis an. Der Strom ist der zentrale Wert, von dem alle Leistungsberechnungen abhängen.
Kann ich diesen Rechner auch für Einphasen-Wechselstrom verwenden?
Nein, dieser Rechner ist ausschließlich für Drehstrom (Dreiphasen-Wechselstrom) ausgelegt. Die Formel enthält den Faktor √3, der spezifisch für Drehstromsysteme ist. Für Einphasen-Wechselstrom lautet die Formel: Leistung = Spannung * Strom * fp. Wenn Sie versehentlich Drehstromdaten in eine Einphasenberechnung eingeben, erhalten Sie um den Faktor √3 falsche Ergebnisse. Bitte verwenden Sie für andere Systeme einen speziell dafür vorgesehenen Rechner.