Drehimpuls

Last updated: 2026-09-01

Drehimpuls — Berechnen Sie momento angular online. Geben Sie m, v, r ein und erhalten Sie sofort das Ergebnis.
Inputs
Result
Enter values and press Calculate
Common Examples — Click to Fill
MasseGeschwindigkeit tangencialRadius
Escala laboratorio 0.820.4
Uso domestico 1.43.50.7
Aplicacion industrial 251
Ingenieria civil 37.51.5
Escala cientifica 512.52.5

TL;DR: Um den Drehimpuls zu berechnen, multiplizieren Sie die Masse des Objekts (m), die Tangentialgeschwindigkeit (v) und den Rotationsradius (r) mit der Formel L = m × v × r. Für ein 2 kg schweres Objekt, das sich mit 5 m/s auf einer Bahn mit 1 m Radius bewegt, beträgt der Drehimpuls 10 kg·m²/s.

Was ist der Drehimpuls-Rechner?

Der Drehimpuls-Rechner ist ein kostenloses Online-Tool, das das rotatorische Äquivalent des linearen Impulses berechnet. Während der lineare Impuls (p = m × v) beschreibt, wie viel „Schwung“ ein Objekt bei einer geradlinigen Bewegung hat, quantifiziert der Drehimpuls (L), wie viel rotatorischen „Schwung“ ein Objekt beim Drehen oder Umkreisen besitzt. Der Rechner benötigt drei physikalische Eingaben – Masse (in Kilogramm), Tangentialgeschwindigkeit (in Metern pro Sekunde) und Radius (in Metern) – und liefert sofort den Drehimpuls in Kilogramm-Meter zum Quadrat pro Sekunde (kg·m²/s).

Dieses Werkzeug ist unverzichtbar für Physikstudenten, die sich mit Rotationsdynamikproblemen beschäftigen, für Ingenieure, die Schwungräder oder Turbinen entwerfen, und sogar für Astronomen, die den Spin von Planeten oder Doppelsternsystemen abschätzen. Ein klassisches Beispiel für die Erhaltung des Drehimpulses ist eine Eiskunstläuferin, die ihre Arme anzieht, um sich schneller zu drehen – sie verringert ihren Radius (r), was ihre Rotationsgeschwindigkeit (v) erhöht, während L konstant bleibt. Der Rechner ermöglicht es Ihnen, solche Änderungen numerisch zu modellieren, anstatt zu raten.

Die primäre Ausgabe ist die skalare Größe des Drehimpulses für ein Objekt, das sich auf einer Kreisbahn bewegt. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Geschwindigkeit rein tangential (senkrecht zum Radius) ist. Der Rechner ist auf Einfachheit und Schnelligkeit ausgelegt – geben Sie Ihre drei Werte ein, klicken Sie auf Berechnen, und Sie erhalten das Ergebnis sofort, ohne Abonnement oder Software-Download.

So verwenden Sie den Rechner

Die Verwendung des Drehimpuls-Rechners dauert weniger als zehn Sekunden. Befolgen Sie diese fünf Schritte:

  1. Masse (m) eingeben: Geben Sie die Masse des Objekts in Kilogramm (kg) in das erste Feld ein. Geben Sie zum Beispiel 2 für ein 2 kg schweres Objekt ein.
  2. Tangentialgeschwindigkeit (v) eingeben: Geben Sie die Geschwindigkeit senkrecht zum Radius in Metern pro Sekunde (m/s) ein. Beispiel: 5 eingeben.
  3. Radius (r) eingeben: Geben Sie den Abstand von der Rotationsachse zum Objekt in Metern (m) an. Beispiel: 1 eingeben.
  4. „Berechnen“ klicken: Drücken Sie den Berechnen-Button. Das Tool führt sofort die Multiplikation L = m × v × r durch.
  5. Ergebnis ablesen: Das Ausgabefeld zeigt den Drehimpuls in kg·m²/s an. Für das obige Beispiel ist das Ergebnis 10 kg·m²/s.

Wenn Sie einen Eingabewert ändern, klicken Sie einfach erneut auf Berechnen. Der Rechner unterstützt Dezimalwerte (z. B. 2,5 kg, 0,75 m/s, 3,14 m) für höhere Präzision. Es gibt keine Begrenzung für die Anzahl der Berechnungen, die Sie durchführen können.

Formel und Berechnungsmethode

Der Rechner verwendet die grundlegende Drehimpulsformel für eine Punktmasse, die sich auf einer Kreisbahn bewegt:

L = m × v × r

Wobei:

  • L = Drehimpuls (kg·m²/s)
  • m = Masse des Objekts (kg)
  • v = Tangentialgeschwindigkeit (m/s) – Geschwindigkeit entlang des Kreisumfangs, senkrecht zum Radius
  • r = Radius (m) – Abstand vom Rotationszentrum zum Objekt

Diese Formel leitet sich aus der Vektor-Definition L = r × p ab, wobei p der lineare Impuls (m·v) ist. Da bei einer Kreisbewegung die Radius- und Geschwindigkeitsvektoren senkrecht zueinander stehen, vereinfacht sich das Kreuzprodukt zu einer einfachen Multiplikation: L = r × (m × v).

Durchgerechnetes Beispiel: Angenommen, Sie haben eine 2 kg schwere Kugel an einem 1 Meter langen Seil, die über Kopf mit einer Tangentialgeschwindigkeit von 5 m/s geschleudert wird.

Schritt 1: Identifizieren Sie die Eingaben – m = 2 kg, v = 5 m/s, r = 1 m.
Schritt 2: Wenden Sie die Formel an – L = 2 × 5 × 1.
Schritt 3: Multiplizieren Sie – L = 10 kg·m²/s.

Die Größe 10 kg·m²/s bedeutet, dass die Kugel 10 Einheiten Rotationsimpuls besitzt. Wenn Sie das Seil auf 0,5 m verkürzen, während die Tangentialgeschwindigkeit gleich bleibt, sinkt L auf 5 kg·m²/s – es sei denn, die Geschwindigkeit erhöht sich, um dies auszugleichen, was genau die Funktionsweise der Drehimpulserhaltung in realen Systemen ist.

Praktische Beispiele

Hier sind drei realistische Szenarien, die zeigen, wie sich unterschiedliche Kombinationen von Masse, Geschwindigkeit und Radius auf das Ergebnis auswirken. Jedes verwendet dieselbe Formel, erzeugt aber physikalisch unterschiedliche Ergebnisse.

SzenarioMasse (kg)Geschwindigkeit (m/s)Radius (m)Drehimpuls (kg·m²/s)
Eiskunstläuferin beim Drehen5030,575
Auto im Kreisverkehr120081096.000
Elektron um den Atomkern (klassisches Modell)9,11 × 10⁻³¹2,2 × 10⁶5,3 × 10⁻¹¹1,06 × 10⁻³⁴

Eiskunstläuferin: Eine 50 kg schwere Läuferin dreht sich mit ausgestreckten Armen. Ihr Radius beträgt 0,5 m und die Tangentialgeschwindigkeit ihrer Arme 3 m/s. L = 50 × 3 × 0,5 = 75 kg·m²/s. Wenn sie die Arme anzieht, halbiert sich ihr Radius auf 0,25 m – um L (75) zu erhalten, verdoppelt sich ihre Tangentialgeschwindigkeit auf 6 m/s. Deshalb dreht sie sich schneller.

Auto im Kreisverkehr: Ein 1200 kg schweres Auto mit 8 m/s auf einer Kreisbahn mit 10 m Radius hat L = 1200 × 8 × 10 = 96.000 kg·m²/s. Dieser enorme Wert zeigt, warum schwere Fahrzeuge erhebliche Lenkkräfte benötigen, um ihren Rotationszustand zu ändern.

Elektronenmodell: Im einfachen Bohr-Modell umkreist ein Elektron (9,11 × 10⁻³¹ kg) den Kern mit 2,2 × 10⁶ m/s und einem Radius von 5,3 × 10⁻¹¹ m. Das Produkt ergibt ungefähr 1,06 × 10⁻³⁴ kg·m²/s – bemerkenswert nahe an der Planck-Konstante geteilt durch 2π (1,055 × 10⁻³⁴), ein berühmtes quantenmechanisches Zusammentreffen.

Tipps für genaue Ergebnisse

Um aussagekräftige Ergebnisse aus dem Rechner zu erhalten, beachten Sie die folgenden Faktoren basierend auf den tatsächlichen Eingabefeldern:

  • Konsistente SI-Einheiten verwenden: Der Rechner geht von Kilogramm, Metern pro Sekunde und Metern aus. Wenn Ihre Daten in Gramm vorliegen, rechnen Sie in Kilogramm um (durch 1000 teilen). Wenn die Geschwindigkeit in km/h vorliegt, rechnen Sie in m/s um (durch 3,6 teilen). Das Mischen von Einheiten führt zu unsinnigen Ausgaben.
  • Realistische Bereiche prüfen: Vergewissern Sie sich, dass Ihre Eingaben die physikalische Realität widerspiegeln. Eine Masse von 0 kg oder ein Radius von 0 m ergeben keinen Sinn. Ebenso deutet eine Tangentialgeschwindigkeit von 10.000 m/s für ein Fahrradrad auf einen Einheitenfehler hin – realistische Fahrradgeschwindigkeiten liegen zwischen 5 und 15 m/s.
  • Null- oder negative Werte vermeiden: Die Formel erfordert positive Zahlen für Masse, Geschwindigkeit und Radius. Jede Null ergibt ein L von Null (was keine Rotation bedeutet), und negative Werte würden eine unmögliche negative Masse oder Richtung implizieren. Überprüfen Sie Ihre Eingaben, wenn Sie unerwartete Ergebnisse sehen.
  • Keine Zwischenschritte runden: Wenn Sie die Ausgabe des Rechners von Hand überprüfen, runden Sie m, v oder r nicht vor der Multiplikation. Wenn Sie beispielsweise v = 9,81 m/s auf 9,8 runden, entsteht ein Fehler von 0,1 %, der bei großen Werten anwächst.
  • Tangentialgeschwindigkeit bestätigen, nicht Winkelgeschwindigkeit: Dieser Rechner erwartet die lineare Tangentialgeschwindigkeit (m/s), nicht die Winkelgeschwindigkeit (rad/s). Wenn Sie die Winkelgeschwindigkeit ω haben, rechnen Sie zuerst mit v = ω × r um, bevor Sie die Werte eingeben.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Drehimpuls und linearem Impuls?

Der lineare Impuls (p = m × v) beschreibt die Bewegung entlang einer geraden Bahn – wie ein Auto, das eine Straße entlangfährt. Er hängt nur von Masse und Geschwindigkeit ab. Der Drehimpuls (L = m × v × r) beschreibt die Rotationsbewegung und fügt einen dritten Faktor hinzu: den Abstand von der Rotationsachse (Radius). Der Hauptunterschied besteht darin, dass der Drehimpuls erhalten bleibt, wenn kein äußeres Drehmoment wirkt, selbst wenn sich die Form ändert. Beispiel: Eine sich drehende Eiskunstläuferin hat einen konstanten linearen Impuls (wenn sie sich langsam über das Eis bewegt), aber eine sich ändernde Drehimpulsverteilung – wenn sie die Arme anzieht, nimmt der Radius ab, die Geschwindigkeit zu, aber L bleibt gleich. In SI-Einheiten ist der lineare Impuls kg·m/s, während der Drehimpuls kg·m²/s ist.

Kann ich den Drehimpuls berechnen, wenn ich nur die Winkelgeschwindigkeit, aber nicht die Tangentialgeschwindigkeit kenne?

Ja, aber Sie müssen zuerst die Winkelgeschwindigkeit in die Tangentialgeschwindigkeit umrechnen. Die Winkelgeschwindigkeit (ω) wird in Radiant pro Sekunde gemessen. Die Beziehung ist v = ω × r, wobei r der Radius ist. Setzen Sie dies in die Formel des Rechners ein: L = m × (ω × r) × r = m × ω × r². Wenn Sie ein 3 kg schweres Objekt mit einer Winkelgeschwindigkeit von 2 rad/s bei einem Radius von 4 m haben, berechnen Sie zuerst v = 2 × 4 = 8 m/s, dann geben Sie m = 3, v = 8, r = 4 in den Rechner ein. Alternativ können Sie die erweiterte Formel direkt verwenden: L = 3 × 2 × 16 = 96 kg·m²/s.

Warum wirken meine Ergebnisse extrem groß oder winzig, und ist das normal?

Drehimpulswerte erstrecken sich über eine enorme Bandbreite, abhängig vom System. Ein typisches Staubpartikel (10⁻⁹ kg), das mit 1 m/s bei einem Radius von 0,01 m kreist, ergibt L = 10⁻¹¹ kg·m²/s – eine winzige Zahl. Ein Planet wie die Erde (6 × 10²⁴ kg) hat L ≈ 7 × 10³³ kg·m²/s – eine enorme Zahl. Wenn Ihr Ergebnis falsch erscheint, überprüfen Sie zuerst die Einheiten: Gramm statt Kilogramm erhöhen die Ergebnisse um den Faktor 1000, während Kilometer statt Meter sie um den Faktor 1000 verringern. Stellen Sie außerdem sicher, dass der Radius von der tatsächlichen Rotationsachse gemessen wird, nicht vom Mittelpunkt des Objekts. Bei einem Kreisel ist der Radius der Abstand von der Spitze des Kreisels zum Schwerpunkt, nicht die gesamte Höhe des Kreisels. Die Verwendung wissenschaftlicher Notation für sehr große oder kleine Zahlen (z. B. 9,11e-31) ist völlig in Ordnung – stellen Sie nur sicher, dass der von Ihnen verwendete Rechner die Exponentialschreibweise unterstützt.

FAQ

Was berechnet der Drehimpuls-Rechner?

Der Rechner bestimmt die Größe und Richtung des Drehimpulses für ein rotierendes Objekt oder ein Teilchen, das sich auf einer Kreisbahn bewegt, basierend auf Eingaben wie Masse, Geschwindigkeit und Radius (bzw. Trägheitsmoment und Winkelgeschwindigkeit). Er funktioniert auch für Systeme mit mehreren Komponenten, indem er deren einzelne Drehimpulse summiert. Die Ergebnisse werden in SI-Einheiten (kg·m²/s) angegeben und können bei Bedarf in andere Einheiten umgerechnet werden.

Welche Formeln verwendet der Rechner für seine Berechnungen?

Für ein Punktteilchen verwendet der Rechner L = r × p = r × (m·v), wobei r der Ortsvektor, p der lineare Impuls, m die Masse und v die Geschwindigkeit ist. Für einen starren rotierenden Körper verwendet er L = I·ω, wobei I das Trägheitsmoment und ω die Winkelgeschwindigkeit ist. Der Rechner wählt automatisch die entsprechende Formel aus, je nachdem, ob Sie Teilchendaten oder Daten eines rotierenden Körpers eingeben.

Kann ich den Rechner sowohl für 2D- als auch für 3D-Drehimpulsprobleme verwenden?

Ja, der Rechner unterstützt sowohl 2D- (ebene) als auch 3D- (räumliche) Berechnungen. In 2D behandelt er den Drehimpuls als Skalar (positiv für gegen den Uhrzeigersinn, negativ für im Uhrzeigersinn), während er in 3D einen Vektor mit x-, y- und z-Komponenten ausgibt. Sie können das Koordinatensystem angeben und bei 3D-Fällen Vektorkomponenten für Geschwindigkeit und Position eingeben.

Berücksichtigt der Rechner äußere Drehmomente oder zeitliche Änderungen des Drehimpulses?

Nein, der Rechner ist nur für statische oder momentane Berechnungen ausgelegt – er simuliert weder die zeitliche Entwicklung noch äußere Drehmomente. Er geht von einem geschlossenen System ohne äußeres Nettodrehmoment aus, was bedeutet, dass er den erhaltenen Drehimpuls zu einem einzigen Zeitpunkt berechnet. Für zeitabhängige Probleme wie Präzession oder durch Drehmomente verursachte Änderungen benötigen Sie einen Dynamik-Solver, nicht diesen Rechner.