LDL-Cholesterin-Rechner
Zuletzt aktualisiert: 2026-08-10
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| Triglicéridos (mg/dL) (mg/dL) | Colesterol insgesamt (mg/dL) (mg/dL) | Hdl (mg/dL) | |
|---|---|---|---|
| Child | 75 mg/dL | 100 mg/dL | 50 mg/dL |
| Teen | 112 mg/dL | 150 mg/dL | 50 mg/dL |
| Adult (F) | 150 mg/dL | 200 mg/dL | 50 mg/dL |
| Adult (M) | 225 mg/dL | 300 mg/dL | 50 mg/dL |
| Elderly | 300 mg/dL | 400 mg/dL | 50 mg/dL |
Der LDL-Cholesterin-Rechner hilft Ihnen, Ihren LDL-Cholesterinwert (Low-Density-Lipoprotein) aus den Ergebnissen einer standardmäßigen Blutuntersuchung zu schätzen. Dieses kostenlose Online-Tool verwendet die Friedewald-Formel, die seit Jahrzehnten etabliert ist und eine schnelle Einschätzung Ihres kardiovaskulären Risikos ermöglicht, ohne dass eine aufwendige Direktmessung im Labor nötig ist.
Was der Rechner leistet und wann Sie ihn nutzen sollten
Der LDL-Cholesterin-Rechner ist ideal für alle, die ihren Lipidstatus nach einer Routine-Blutabnahme besser verstehen möchten. Die Friedewald-Formel schätzt das LDL-Cholesterin aus drei Werten: Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin (das „gute“ Cholesterin) und Triglyzeriden (Blutfette). Diese Werte sind in jedem Lipid-Panel enthalten, das Ihr Hausarzt oder Internist im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung anordnet. Wichtig: Der Rechner liefert keine Diagnose, sondern eine Orientierung. Bei auffälligen Ergebnissen sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat einholen. Typische Einsatzbereiche sind die jährliche Gesundheitskontrolle, die Überwachung einer Ernährungsumstellung oder die Wirkungskontrolle von Cholesterinsenkern wie Statinen. In Deutschland empfehlen die Fachgesellschaften für Erwachsene ab 35 Jahren eine Lipidbestimmung alle drei bis fünf Jahre, bei Risikopatienten häufiger.
Die Friedewald-Formel – Variablen verständlich erklärt
Die Berechnung folgt einer einfachen Gleichung, die alle Werte in Milligramm pro Deziliter (mg/dL) voraussetzt. Falls Ihr Labor in Millimol pro Liter (mmol/L) angibt – was in Deutschland selten vorkommt, aber möglich ist – müssen Sie umrechnen: Cholesterinwerte mit 38,67 multiplizieren, Triglyzeride mit 88,57. Die Formel lautet:
LDL = Gesamtcholesterin − HDL − (Triglyzeride / 5)
Die drei Variablen im Einzelnen:
- Gesamtcholesterin: Summe aller Cholesterinfraktionen im Blut. Bei gesunden Erwachsenen liegt der Wert meist unter 200 mg/dL. Er allein sagt wenig über das Risiko aus, da er auch das schützende HDL enthält.
- HDL-Cholesterin (High-Density-Lipoprotein): Das „gute“ Cholesterin, das überschüssiges Fett aus den Gefäßen zur Leber transportiert. Bei Männern sollte der Wert über 40 mg/dL liegen, bei Frauen über 45 mg/dL. Ein höherer HDL-Wert senkt das Risiko für Arteriosklerose.
- Triglyzeride: Neutralfette, die der Körper als Energiespeicher nutzt. Nüchtern sollten sie unter 150 mg/dL bleiben. Nach dem Essen steigen sie an – deshalb ist der Rechner nur für Nüchternblutproben nach 8 bis 12 Stunden Nahrungskarenz zuverlässig.
Der Term (Triglyzeride / 5) schätzt das VLDL-Cholesterin (Very-Low-Density-Lipoprotein). Dieses besteht zu etwa einem Fünftel aus Cholesterin, der Rest sind Triglyzeride. Die Formel gilt als zuverlässig, solange Ihre Triglyzeride unter 400 mg/dL liegen. Bei höheren Werten müssen Ärzte auf eine Direktmessung des LDL ausweichen.
Zwei durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1: Typisches Lipidprofil bei einer 55-jährigen Patientin aus Berlin
Eine Patientin geht zur Vorsorgeuntersuchung. Ihr Nüchtern-Blutbild zeigt: Gesamtcholesterin = 245 mg/dL, HDL = 55 mg/dL, Triglyzeride = 180 mg/dL.
Berechnung: LDL = 245 − 55 − (180 / 5) = 245 − 55 − 36 = 154 mg/dL
Ein LDL von 154 mg/dL liegt im Bereich „grenzwertig erhöht“ (130 bis 159 mg/dL). Der Wert ist noch kein Grund zur Sorge, aber ein Anlass für eine Lebensstilberatung. Der Arzt könnte empfehlen, die Ernährung anzupassen – zum Beispiel mehr Ballaststoffe und weniger gesättigte Fette – sowie regelmäßige Bewegung einzuplanen. Eine Kontrolle in sechs bis zwölf Monaten wäre sinnvoll.
Beispiel 2: Erhöhte Triglyzeride bei einem 62-jährigen Mann mit Übergewicht
Ein Patient aus München bringt folgende Werte mit: Gesamtcholesterin = 290 mg/dL, HDL = 38 mg/dL, Triglyzeride = 310 mg/dL.
Berechnung: LDL = 290 − 38 − (310 / 5) = 290 − 38 − 62 = 190 mg/dL
Mit 190 mg/dL erreicht das LDL die Kategorie „hoch“ (160 bis 189 mg/dL) – eigentlich liegt es sogar am oberen Rand. Zusammen mit einem zu niedrigen HDL (unter 40 mg/dL) und deutlich erhöhten Triglyzeriden ergibt sich ein ausgeprägtes Risikoprofil. Der Arzt würde bei einem solchen Befund vermutlich nicht nur zu mehr Bewegung und einer mediterranen Diät raten, sondern auch eine medikamentöse Therapie mit Statinen besprechen. In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Statine ab einem bestimmten Risikoscore – die genaue Indikation klärt der Kardiologe oder der Hausarzt.
Häufige Fehler bei der Anwendung der Friedewald-Formel
- Verwendung von Nicht-Nüchternblut: Die Triglyzeride steigen nach dem Essen massiv an – manchmal um das Doppelte oder Dreifache. Das führt zu einer falsch-niedrigen LDL-Schätzung. Lassen Sie Ihr Blut daher immer morgens vor dem Frühstück abnehmen, nach 8 bis 12 Stunden ohne feste Nahrung. Wasser trinken ist erlaubt.
- Anwendung bei Triglyzeriden über 400 mg/dL: Der Quotient (Triglyzeride / 5) unterschätzt dann das VLDL-Cholesterin systematisch. Die Formel liefert zu niedrige LDL-Werte. Ihr Labor sollte in diesem Fall eine Direktmessung des LDL durchführen. Manche Labore in Deutschland verwenden als Alternative die genauere Martin-Hopkins- oder die Sampson-Formel.
- Verwechslung von mg/dL und mmol/L: Deutsche Labore geben Lipidwerte fast immer in mg/dL an. Wenn Sie jedoch ein ausländisches Labor oder ein privates Testkit nutzen, das mmol/L verwendet, müssen Sie umrechnen: Cholesterin × 38,67, Triglyzeride × 88,57. Ein Wert von 5,2 mmol/L Gesamtcholesterin entspricht etwa 200 mg/dL.
- Gleichsetzung von geschätztem und direkt gemessenem LDL: Die Friedewald-Schätzung weicht bei gesunden Probanden im Durchschnitt um 5 bis 10 mg/dL von der echten Direktmessung ab. Bei Menschen mit Diabetes oder sehr niedrigem LDL kann die Abweichung größer sein. Betrachten Sie den errechneten Wert daher als groben Richtwert, nicht als exaktes Laborergebnis.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist ein guter LDL-Wert für einen gesunden Erwachsenen in Deutschland?
Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie gilt ein LDL unter 100 mg/dL als optimal. Werte zwischen 100 und 129 mg/dL sind noch akzeptabel, 130 bis 159 mg/dL grenzwertig erhöht. Ab 160 mg/dL spricht man von einem erhöhten, ab 190 mg/dL von einem sehr hohen LDL. Bei Menschen mit bestehender Herzkrankheit, Diabetes oder nach einem Schlaganfall sind die Zielwerte strenger: Hier sollte das LDL oft unter 70 mg/dL oder sogar unter 55 mg/dL liegen. Ihr Arzt legt den persönlichen Zielwert anhand Ihres Gesamtrisikoprofils fest.
Wie lange muss ich vor der Blutabnahme wirklich fasten?
Die meisten Labore in Deutschland empfehlen 9 bis 12 Stunden Nahrungskarenz. Ein Glas Wasser am Morgen ist in Ordnung. Verzichten Sie 24 Stunden vorher auf Alkohol – schon ein Glas Bier am Vorabend kann die Triglyzeride deutlich erhöhen. Auch Kaffee mit Milch oder Zucker sollte vermieden werden, da er die Fettverdauung anregt. Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht fasten können (etwa bei Diabetes), informieren Sie Ihren Arzt – es gibt spezielle Nicht-Nüchtern-Referenzwerte.
Was bedeutet der Quotient aus Gesamtcholesterin und HDL?
Dieses Verhältnis gilt als zusätzlicher Risikomarker. Teilen Sie Ihr Gesamtcholesterin durch das HDL. Ein Wert unter 4,0 gilt in Deutschland als niedriges Risiko, über 5,0 als erhöht. Beispiel: Bei einem Gesamtcholesterin von 220 mg/dL und einem HDL von 55 mg/dL ergibt sich ein Quotient von 4,0 – genau im Grenzbereich. Der LDL-Wert allein reicht also nicht aus: Ihr Arzt wird immer das gesamte Lipidprofil betrachten, inklusive HDL, Triglyzeride und des Nicht-HDL-Cholesterins (Gesamtcholesterin minus HDL). Dieses ist besonders aussagekräftig, weil es alle schädlichen Fettpartikel erfasst.